Nach meiner kaufmännischen Ausbildung in der Pharmabranche spürte ich immer deutlicher, dass mir in meinem Beruf etwas Entscheidendes fehlte – Tiefe, Sinn und der echte Kontakt zum Menschen. Diese Suche führte mich auf einen längeren Weg, der zunächst weit über meinen damaligen Alltag hinausging: Eine Reise nach Südamerika, die mich mit traditionellen Heilmethoden und neuen Perspektiven auf Gesundheit in Berührung brachte, ein längerer Aufenthalt in einem Ashram, wo ich Kriya Yoga praktizierte, und schließlich der Camino de Santiago, der mich lehrte, wie heilsam Stille, Bewusstsein und inneres Lauschen sein können.
All diese Erfahrungen haben mir den Weg zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eröffnet. Sie gab mir eine ganzheitliche Sicht auf Gesundheit, die Körper, Geist und Seele als untrennbare Einheit versteht – und die in Krankheit wie in Gesundheit den individuellen Lebensweg berücksichtigt.
Durch meine eigene innere Arbeit und das beständige Ringen um Wahrheit, Sinn und ein tieferes Verständnis des Menschseins habe ich gelernt, die Sprache der Symptome zu deuten – als Ausdruck innerer Prozesse, die oft weit über das Körperliche hinausgehen.
Ich sehe Gesundheit als einen lebendigen, sich ständig entwickelnden Prozess. Er braucht Aufmerksamkeit, Geduld und vor allem eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Therapeut und Patient. Heilung entsteht nicht durch einseitiges Tun, sondern im gemeinsamen Forschen, Verstehen und achtsamen Handeln.
Diese Haltung prägt meine therapeutische Arbeit: Menschen dabei zu begleiten, ihren Körper wieder bewusst zu spüren, ihren Emotionen Raum zu geben und ihre eigene innere Balance zu finden.
Neben der TCM praktiziere ich seit vielen Jahren Kung Fu, Yoga und Meditation – Wege, die Körperbewusstsein, Klarheit und innere Ruhe fördern und meine tägliche Arbeit auf natürliche Weise bereichern.